„Fachpersonal und der teilweise fragwürdige Umgang mit Autisten und Angehörigen“

Reblogged: Rundumgedanken.

„Gerade in letzter Zeit lese ich wieder vermehrt, mit welchen Dingen Eltern und Autisten durch Fachpersonal (Pädagogen, Therapeuten und medizinisches Fachpersonal) und konfrontiert werden. Ich bin in über zehn Facebook Selbsthilfegruppen zum Thema Autismus aktiv. Man kann sich oft gar nicht vorstellen, was man da zu lesen bekommt. Häufig sind Eltern grundsätzlich verunsichert aufgrund diverser Rückmeldungen von Fachleuten, und suchen Rat in den entsprechenden Gruppen. Es sind aber auch immer wieder Fachleute, die sich in den Gruppen zu Wort melden. Und manchmal, das muss man ganz klar so sagen, lassen mich deren Aussagen und ihr Verhalten Betroffenen gegenüber fassungslos zurück. Natürlich gibt es auch sehr engagiertes Fachpersonal. Wir selbst haben sowohl sehr gute, als auch sehr negative Erfahrungen gemacht. Ich kenne das System also von beiden Seiten, aus professioneller Sicht und eben auch als Mutter bzw. Betroffene. Ich erkenne fachlich gute Arbeit, wenn ich sie sehe.“

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„Nur die Mutter“

Eine Schule entscheidet eigenmächtig und über den Kopf der Mutter hinweg, dass der junge Autist sich jetzt mal entwickeln muss, weil an der Zeit und will deswegen den Schulbegleiter austauschen.

Weil, wenn es zu gut läuft, Kindern mit Behinderungen dann immer Nachteilsausgleiche und Hilfen entzogen werden müssen, weil es darf ja nicht sein, das es gut läuft. Dann wäre es ja zu einfach.

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Autismus-Mythen auf Onkel Michaels Blog

Heute erschien auf Onkel Michaels Blog ein Gastbeitrag, in dem ich mich populärer Autismus-Mythen annehme. Es sind bei weitem nicht alle Mythen enthalten, nicht mal die Wichtigsten und nicht einmal alle, die ich auf meinem Notizzettel stehen hatte, aber nach 20.000 Zeichen war dann langsam die Luft raus. Außerdem soll ja noch jemand den Artikel lesen. 😉

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Von richtig schlechten Ratschlägen: Mit einem Kind wird alles anders.

Es kommt nicht so wahnsinnig oft vor, dass ich detaillierter aus der Zeit zwischen ~18 und meiner Diagnose mit Anfang 30 berichte. Abgesehen von der zusammenfassenden Aussage, dass es eine problematische Zeit war. Probleme, die mich bereits seit meiner Jugend begleiteten, wuchsen mir nur deswegen nicht sofort über den Kopf, weil ich mich mehrere jahrelang ausserhalb der normalen Gesellschaft bewegte. Als ich versuchte in der normalen Gesellschaft Fuß zu fassen, taten sie es im Handumdrehen.

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Modediagnoserant

Warum Diagnose: Mein Diagnostiker fragte, warum ich die Autismusdiagnostik wolle. Ich sei doch klar depressiv. DAGEGEN könne man Medikamente nehmen. Zur Not ein Leben lang. — Ich hatte ab 16-17 ~ alle 2 Jahre Depressionen und bekam oft Medikamente. Mir ging es enorm mies damit. Lebensqualität & Produktivität = 0. Seit der Diagnose, der 2. Diagnose, Therapie und dem richtigen Medikament habe ich nun seit 11 Jahren keine behandlungsbedürftige Depression mehr gehabt. Meine Lebensqualität, meine Produktivität stieg rasant. Das kann keine falsche Diagnose oder unpassende Therapie leisten. Und immer noch sagen mir Leute, ich bilde mir das ein und müsste nur mal trainieren unter Menschen zu gehen.

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Comic: Clive and Leo in „Autism“

Joa, ich wurde genötigt. Also quasi. Der Coursera-Kurs „Comic Books and Graphic Novels“ ist zwar eigentlich literaturwissenschaftlich angelegt, aber die Abschlußaufgabe bestand darin, einen Micro-Comic von mindestens vier Seiten plus Cover zu zeichnen. Ursprünglich wollte ich die Ereignisse um Issy Stapleton so aufarbeiten, aber das scheiterte an meinen Plotting-Fähigkeiten. Der Comic, der es dann im… Continue reading

Über Missgunst

Gestern veröffentlichte Leo G. Fischer im Neuen Deutschland einen Artikel in dem er Autismus, Nerdtum, die Piratenpartei, Gamergate und ein paar andere Sachen durcheinanderwarf. Im Grunde ist der Artikel eine gewaltige Hassrede, nur weiß der Autor wohl selbst nicht so ganz gegen was oder wen er sich nun genau richtet. Nur auf eines besteht er: Das sich der Artikel ja gar nicht gegen ‚echte‘ Autisten richten würde, sondern nur, gegen solche die sich selbst als ‚ein bisschen Asperger‘ oder ‚ein bisschen autistisch‘ bezeichnen.

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