FAQ

… zur Frage, ob ich vielleicht (Asperger-)Autist bin.

H4wkey3 hat auf Realitätsfilter einen ausgezeichneten Artikel zum Umgang mit dem Verdacht Autismus geschrieben, den ich hiermit wärmstens empfehlen möchte.

… bei der Suche nach anderen Autisten.

Aktuell gibt es leider nicht viele Autismuscommunities, die ich guten Gewissens empfehlen könnte und die den Mitgliedern ein tatsächlich geschütztes Umfeld bieten. Wenn du Facebook-User bist, wird dir die Suche dort Gruppen mit unterschiedlichem Schwerpunkt nennen können. Wenn du nicht bei Facebook bist, empfehle ich Dir den Aspiechat.

Was hältst du von Ritalin/Medikinet?

  1. Meine eigenen Erfahrungen mit den verschiedenen Formen von Methylphenidat und verwandten Wirkstoffen findest du in diesem Artikel: Meine Erfahrungen mit Methylphenidat.
  2. Einen sehr guten Artikel, der gängige Vorurteile gegenüber Ritalin unter die Lupe nimmt, findest du auf Michis Blog.

 

… schreibst du was für unsere Aktion?

Klare Antwort: Vielleicht.

Wenn es meine Zeit (und Energie) erlaubt, nehme ich gerne an Bloginitiativen teil. Ich bitte jedoch zu beachten, dass mein Leben mit Arbeit, Studium und diesem komischen Ding, von dem ich immer viel zu wenig habe – Freizeit, genau – ziemlich vollgepackt ist. Manchmal falle ich auch in ein Tief in dem ich nicht viel geregelt bekomme. Daher bitte ich zu bedenken, dass eine Absage oder ein „nicht melden“ nicht gegen dich oder die Aktion gerichtet ist. Ich kann manchmal einfach nicht.

 

… schreibst du was für unsere Publikation?

Klare Antwort: Vielleicht.

Sofern es sich dabei um eine kommerzielle oder an eine Organisation gebundene Publikation handelt, die professionell erstellt wird, können wir gerne über die Rahmenbedingungen verhandeln. Das bedeutet: wir verhandeln über das Honorar.

Auch als Bloggerin die über ein persönliches und soziales Thema schreibt, lebe ich nicht von Luft und Liebe. Ich bin im Hauptberuf Journalistin und Autorin. Texte mit professionellem Anspruch und festen Abgabeterminen für Zeitungen, Zeitschriften, Branchen- oder Image-Publikationen trage ich nur für eine entsprechende Gegenleistung bei.

Bitte sehen Sie daher von Pro-Bono-Anfragen ab, wenn Sie umfangreichere Texte wünschen oder ich mich an fixe Abgabetermine halten muss. Pro-Bono-Anfragen sollten mindestens hochspannend sein und sind vom Abgabetermin so flexibel, dass ich sie irgendwann mal wenn ich Zeit habe, dazwischen schieben kann. Bis ich sie dazwischen schieben kann, können Monate vergehen. Meine Zeit und Energie ist sehr begrenzt und steht in erster Linie zahlenden Kunden zur Verfügung.

 

Ist das nicht nur eine Modediagnose?

Nein. Dadurch, dass Autismus stärker in den Medien präsent ist, erfahren mehr Menschen davon, die bislang keine Kenntnis von Autismus und keinen Zugriff auf eine fachliche Diagnose hatten. Autismus, gerade das Asperger Syndrom, ist nicht erst seit gestern auf der Welt, aber dieses wird erst seit den 1990er Jahren überhaupt erst in Deutschland diagnostiziert. Wer heute erst von Autismus erfährt und sich auf den beschwerlichen Weg macht, eine Diagnose bei den wenigen Fachleuten einzuholen, tut dies nicht weil er ‚hip‘ sein will, sondern weil dies Klarheit in ein jahrzehntelang andauerndes Drama bringen kann. Gerade Frauen sind immer noch deutlich unterdiagnostiziert.

Berichte über Autismus sind derzeit in den Medien Mode und auch Forschung zu Autismus ist ‚Mode‘ weil in diesem Bereich viele Gelder fließen. Spät diagnostizierte Autisten können, abgesehen von Klarheit, nicht auf viel Unterstützung und schon gar nicht auf Geld hoffen. Für sie geht es alleine um ein lebenswerteres Leben durch Klarheit. Das als ‚Mode‘ zu verunglimpfen zeugt schon von viel Überheblichkeit und Ignoranz.

Siehe auch meinen Modediagnoserant.

Weitere Artikel zum Thema im Blog:

Sind Autisten gewalttätig?

Nein.

Jedenfalls nicht gewalttätiger als der Bevölkerungsdurchschnitt. Der aktuelle Eindruck entsteht durch Medien, die derzeit (ja, DAS IST eine Modeströmung), die aus jedem Shooter mit Tendenz zum ‚Loner‘ gleich einen Autisten machen wollen. Sehr oft lässt sich der Anfangseindruck nicht erhärten oder wird sogar im Nachhinein ganz widerlegt, nur darüber wird dann nicht mehr in den großen Publikationen berichtet. Unverantwortliche und äusserst schlampige Forschung hat ihr Schärflein dazu beigetragen.

Lies dazu meinen Artikel auf Carta: Autismus und Massenmord: Der konstruierte Zusammenhang.

Generell gilt, dass die Behauptung, ein Attentäter, Massenmörder oder Shooter sei psychisch gestört, mit Vorsicht zu nehmen ist. Bei vielen Tätern ist das Hauptmotiv Wut. Ihre Pathologisierung dient mehr dem Gewissen der Gesellschaft, die sich nicht mehr mit den Hintergründen ihrer Verbrechen — wie zum Beispiel Rassismus — auseinandersetzen muss. Ich sammele seit geraumer Zeit, die sich mit dem Mißverhältnis ‚empfundene Gewalt durch psychisch kranke Menschen‘ im Gegensatz zu ‚tatsächlich von psychisch kranken Menschen verübte Gewaltverbrechen‘ beschäftigt. Die wichtigsten:

Eine wahrscheinlich vollständige und aktuellere Liste, mit maßgeblichen Zitaten aus den Artikeln, ist in meinem Diigo-Outliner zu finden.

 

 

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