Lobbyarbeit statt Wohlfahrtsmodell, JETZT

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Die Aktion Mensch schreibt sich die Arbeit gegen Exklusion und Diskriminierung auf die Fahnen. Sehr oft ist sie aber Teil des Problems, statt der Lösung. So auch, wenn sie eine Kultur des Bittens aufrecht erhält und mit Wohlfühl-Videos und Inspiration Porn den Status Quo festigt, statt ihn zu beseitigen. Warum weiter Bitten, statt konkrete, politische Forderungen zu unterstützen?
Ja, genau. Weil dann nicht die Spendengelder fließen, die man Deutschen immer noch nur mit Mitleid, nicht aber mit selbstbewussten Forderungen aus den Rippen geleiert bekommt.


Bei diesem Beitrag handelt es sich um das Blog-Archiv eines Threads auf Twitter.
Er wurde mit allen darin enthaltenenen (Tipp- und Rechtschreibe-) Fehlern übernommen.
Inhalte können inzwischen veraltet oder überholt sein.
Der Beitrag sollte immer im Kontext der Ereignisse gelesen werden, in dem der ursprüngliche Thread auf Twitter entstand.

Noch ein Wort zu dieser Kampagne:

Es bräuchte diese Kampagne nämlich gar nicht, wenn Deutschland die UNBRK konsequent umsetzen würde, und Unternehmen in Deutschland gesetzlich zu Barrierefreiheit verpflichten würde.

Tut man nicht, weil die Wirtschaft die heiligste der heiligen Kühe ist und man ihr auf gar keinen Fall irgendwelche Vorschriften machen will. Nicht nur die @fdp, wo man es erwarten könnte, sondern tatsächlich vor allem die @spdde tut sich hier als Bremser hervor.

(Meine Theorie: weil die Partei einfach nicht vom Wohlfahrtsgedanken loskommt.)

Auch ungeachtet der Tatsache, dass es gesetzliche Vorschriften in sehr, sehr vielen Ländern dieser Welt gibt, ohne, dass die Wirtschaft Schaden genommen hätte.

Oft mit durchaus mächtigen Möglichkeiten für behinderte Menschen, auf dem Klageweg richtig viel Ärger zu machen.

Warum die @aktion_mensch, die sowohl das Geld als auch den Einfluß hätte, hier eine verschlimmbessernde Kampagne startet, statt Lobbyarbeit bei der Politik zu machen, erschließt sich mir nicht. (Na gut, eigentlich erschließt es sich mir schon. Siehe Eingangskommentar.)

Sowas könnte man ja durchaus tun, wenn man mal wieder _statt_ Menschen mit Behinderungen auf irgendwelchen Podien sitzt oder zu irgendwelchen politischen Veranstaltungen mit Schnittchen eingeladen wird.

Originally tweeted by Mela Eckenfels (@Felicea) on 1. November 2021.

Selbstbewusste Menschen mit Behinderungen sind nicht sexy. Wird Zeit, dass sich das ändert.


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