Null Problemo

Statistiken so: Autisten mit höherem IQ sind gut ausgebildet aber dennoch zu 80% nicht erwerbstätig. Sie finden keine Jobs. Sie nehmen sich mit 2,5-fach höherer Wahrscheinlichkeit selbst das Leben, als Nichtautisten. Sie leiden oft an Einsamkeit, finden meist keine Partner, ihre Lebensqualität ist niedrig und sie entwickeln mannigfaltige Folgeerkrankungen von Depressionen bis PTBS.

Eltern, Eltern-Organisationen und (ABA-)Therapeuten so: Die sollte man gar nicht erst diagnostizieren. Die nehmen nur den echten, schwer betroffenen Autisten die Ressourcen weg.

Modediagnoserant

Warum Diagnose: Mein Diagnostiker fragte, warum ich die Autismusdiagnostik wolle. Ich sei doch klar depressiv. DAGEGEN könne man Medikamente nehmen. Zur Not ein Leben lang. — Ich hatte ab 16-17 ~ alle 2 Jahre Depressionen und bekam oft Medikamente. Mir ging es enorm mies damit. Lebensqualität & Produktivität = 0. Seit der Diagnose, der 2. Diagnose, Therapie und dem richtigen Medikament habe ich nun seit 11 Jahren keine behandlungsbedürftige Depression mehr gehabt. Meine Lebensqualität, meine Produktivität stieg rasant. Das kann keine falsche Diagnose oder unpassende Therapie leisten. Und immer noch sagen mir Leute, ich bilde mir das ein und müsste nur mal trainieren unter Menschen zu gehen.

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Autismusdiagnosemodediagnoseepidemie

“The epidemic hypothesis emerged in the 1990s when, in most countries, increasing numbers were diagnosed with ASDs leading to an upward trend in children registered in service providers’ databases that was paralleled by higher prevalence rates in epidemiological surveys. These trends were interpreted as evidence that the actual population incidence of ASDs was increasing (what the term epidemic means). However, alternative explanations for the rise in numbers of children diagnosed with ASDs should be ruled out first before supporting this conclusion and include the following. […] However, trends over time in referred samples are confounded by many factors such as referral patterns, availability of services, heightened public awareness, decreasing age at diagnosis, and changes over time in diagnostic concepts and practices. Failure to control for these confounding factors was obvious in previous reports […]”
In Volkmar, F. R., In Rogers, S. J., In Paul, R., & In Pelphrey, K. A. (2014). „Handbook of autism and pervasive developmental disorders„, 4th Edition.